Der Klang der Leere

KONTAKTE

Eine Show, die verschiedene künstlerische Sprachen verbindet. Eine Verknüpfung künstlerischer Leitfäden: Zeit, Raum, Körper, Szene.


 

Zwei Klangspuren verknüpfen sich

In einem Tanz der die Stille herausfordert

Im Raum webt ein Werk seine Fäden

Das im Licht sich in verschiedene Formen entfaltet

Und dabei dem Körper eine ähnliche Erzählung aus Licht einschreibt

In der Bewegung aus Schatten, Klang und Stille

Ein Schattenriss entsteht im Tanz aus Angezogen- und Abgestoßensein

Der den Beobachter zu einer Gefühlsreise einlädt.


Transparenz, Kontrapunkt, Dialog, Gleichgewicht, und Form ohne Füllung: das Entsprungene. Elemente, die zu Zeichen der ästhetischen Konstruktion werden. Wenige Elemente voller Intensität.

Die subjektive Sprache gestattet es, viele Blickweisen wahrzunehmen. Blickweisen, die einen gemeinsamen Nenner besitzten. Der Klang der Leere – zum Sehen, Hören und Fühlen.

BESCHREIBUNG:

Die Show “DER KLANG DER LEERE” dauert etwa eine Stunde und besteht aus einer musikalischen Aufführungen, einer plastischen Installation, einer Aufführung aus Kostümen, Beleuchtung und Körpern in Bewegung (Tanz) Die künstlerischen Sprachen ergänzen sich hier und werden gleichgewichtig behandelt.

Musik – Darbietung von elf brasilianischen Liedern bei sparsamer Instrumentierung, Kontrabass – Mateus Costa, und Stimme – Fernanda Rosa. Der Dialog dieser beiden Instrumente ereignet sich als Kontrapunkt der beiden Melodien, der das musikalische Szenarium, das in der Poesie der Lieder vorhanden ist, beschreibt. Die Konzeption drei Arrangements benutzt auch noch die Querflöte, Klarinette, Cello, siebenseitige Gitarre und Pandeiro. Auch wenn dieses Stücke eine etwas dichtere Klangtextur aufweisen, führen die Instrumente unabhängige Linien aus, so dass sie die Klangkonzeption der Duo-Stücke beibehalten, eine Überblendung der Melodien, ohne dass dazu ständig der Einsatz von Akkorden bemüht würde.

Das Bühnenbild – Die Elemente, die den Raum der Aufführung komponieren, sind beweglich, insbesondere aufgrund ihrer Biegsamkeit. Es wurde ein Metall ausgewählt, das trotz seiner relativen Festigkeit sich sanfter erwies als ein Strich auf dem Papier, der einmal festgelegt keine Korrekturen mehr zulässt, ohne Spuren zu hinterlassen. Beim Versuch, den Ausgangsentwurf der Raumbenutzung vom Papier in die Realität umzusetzen, bildete sich die Idee der Kurven. Der Körper war bereits lebendig, aber es fehlten noch dessen Früchte. Diese werden von einem Lichtpunkt dargestellt, der sich von einer Seite zur anderen der Zeichnung bewegt, während Linie und Blatt kreisen. In der Absicht, die stillstehende Zeit zu bewohnen, werden Pausen geschaffen, wie kleine Fugen des Wartens, damit das zu Versprechende geschehen kann.

Kostüme – Die Gestaltung und Herstellung der Kostüme wurde durch die Wahl leichter und transparenter Stoffe bestimmt, auf die dann Strukturen angebracht wurden, die sich verschränken und am Körper ihre Festigkeit bewahren. Die Farbpalette, die aus verschiedenen Tönen der menschlichen Haut besteht, erlaubt einen Übergang von Kostüm und Körper.

Beleuchtung – Die beinahe vollständige Abwesenheit der Farbe vergrößert den szenischen Raum und erlaubt, dass der Klang die Umgebung ausfüllt. Der Gebrauch von Gegenlicht verleiht den Musikern und den Kontrabässen Kontour, definiert die Silhouetten und markiert die Präsenz. In einigen Momente erlauben die Fokussierungen, dass der Blick exklusiv auf die Musiker fällt, so dass die Leere um diese herum noch erweitert und dadurch intensiver vom Klang durchquert wird.

Tanz -  “Tanz ist Vergessen ” würde Thereza Rocha sagen. Jede Bewegung, die sich in einen leeren Raum einschreibt, erfüllt diesen nur in dem Augenblick, in dem sie sich verwirklicht. Ein Lidschlag und die Bewegung hat sich schon verflüchtigt, existiert nicht mehr. Dies also ist der Körper; etwas, das jeden Moment sich verändert und die Leere des Raum mit Bewegung und flüchtiger Präsenz erfüllt. Aber wie kann man die Leere in sich ausfüllen? Im „kleinen Walser“ entdeckt der Körper sich wieder. Gemeinsam tanzen Kontrabass, Stimme und Körper einen Walzer und versuchen dabei gegenseitig sich zu zeichnen und die Leere im Raum zu werden.

Fotografie – Eine visuelle Dokumentation der Verbindungslinien der Künste. Die Musiker musizieren, die Stoffe verbinden sich mit den Körpern und dem Werk, und alle werden von dem Licht durchzogen, das fokussiert und sie zum Leuchten bringt. Die Fotografie zeigt, was das Licht uns enthüllt. Die Transparenz der Stoffe, den Glanz der Fäden einer Geschichte. Ein Gesicht, das zeigt, was es fühlt; ein Körper, der tanzt, weil er fühlt.

Graphische Gestaltung – Das graphische Material, das für die Show entwickelt wurde bekräftigt die Suche nach Intensität. Es benutzt wenige Elemente, und die Leere dabei bewusst als eine Form von Füllung. In der Konstruktion graphischer Räume voller Leichtigkeit und Kraft werden die Harmonien durch Kontraste hervorgehoben, sowohl was Tipografie wie Fotos betrifft.


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